Dienstag, 24. Juli 2007

KTV Cribs // Meine Hütte *Updated*

Hey, hey, hey Leute! May I introduce to you...meine Hütte:

• 78-Kanal-Kabelfernsehen *BAM*
• Breitband-Internet *BOUF*
• Regelbare Klimaanlage *BANG*
• Persönlicher BierKühlschrank *BOOM*
• Duschklo (wer wollte das nicht schon immer mal ausprobieren:D)
• und last but not least: ein Fenster!! *WOW* (für "Mein Fenster" hier klicken)

Und das beste daran: alles vereint auf gemütlichen 6 (in Worten: sechs) Quadratmetern!!
Nicht, dass ich klein nicht gewohnt wäre, habe ja immerhin 19 Jahre lang bei meinen Eltern auf 9m² für diesen Moment trainiert...
Der hochkomprimierte Luxus hat natürlich seinen Preis – wir sprechen da von Monatsmietpreisen jenseits der 80$.....pro Quadratmeter (zum Glück bin ich auf Dienstreise)! Und das in einem Bezirk, den mein Chef liebevoll als das “Brooklyn von Seoul” bezeichnet. Kann ich zwar nicht beurteilen, da es mich nach New York noch nicht verschlagen hat, aber eigentlich find ich die Gegend ziemlich entspannt hier. Am Rande sei noch erwähnt, dass es eine der günstigsten Unterkünfte im Umkreis ist.
Die “Wohnung” selbst befindet sich in einer Art Wohnheim, das sich über 2 Etagen eines Hauses, nennen wir es mal Geschäftsgebäude, erstreckt und in der Nähe der Seoul National University sein muss. Zumindest heißt meine Metrostation so, gefunden hab ich die Uni nämlich noch nicht. Liegt vielleicht daran, dass ich noch nicht nach gesucht habe... Aber zurück zum Thema.
Die meisten, die hier absteigen oder besser, sich einnisten, sind Absolventen eben jener Universität. Sie bereiten sich auf das staatliche Juraexamen vor, welches absolviert werden will um eine der heißbegehrten Anwaltszulassungen zu ergattern, die wohl das Ticket in eine rosige Zukunft darstellt. Oder so ähnlich.
Auf jeden Fall haben sie zugunsten der geistigen Energiebündelung auf das Auswendiglernen ihre sozialen Kompetenzen soweit heruntergefahren, dass eine Konversation über ein gequältes „Hi“ kaum hinausgeht. Hinzu kommt, dass es sich – den Englischkenntnissen nach zu urteilen – scheinbar ausschließlich um angehende Lokalanwälte handelt.
Dafür ist der Manager, wie er sich nennt, ganz lustig! Ebenfalls Student, schmeißt er den Laden hier als Nebenjob. Gestern, nachdem er mich zum Essen in die Gemeinschaftsküche eingeladen hatte, wollte ich mir von ihm erklären lassen, wie das hier mit den Handys funktioniert (wie einige vielleicht an ausbleibenden Antworten gemerkt haben, verweigert meins den Dienst). Aufgrund seines sehr dürftigen Englisch, haben wir, bei lecker koreanischem Futter, wild gestikulierend und mit Nachrüstung von Zettel und Stift bestimmt gut eine Stunde verbracht, bis er sich mir verständlich gemacht und ich gepeilt hatte, wie es läuft. Eine Erfahrung der besonderen Art! :)
Das Gute an der ganzen Sache ist, dass der Mietvertrag vorerst auf einen Monat begrenzt ist, d.h. ich mir bis Ablauf eine andere (sozialere) Unterkunft suchen kann oder mich der Faulheit ergeben und in meinem Kabuff bleiben – wir werden sehen:D

Und nun was auf die Augen:

Mein Schlafzimmer - Passt!

Mein Badezimmer

Mein Arbeitszimmer

Mein begehbarer Kleiderschrank

*****

Mein Fenster
Dies also ist nun der Blick aus meinem Fenster. Romantisch, was! Dabei hat es den Namen "Fenster" eigentlich gar nicht verdient. Es ist vielmehr eine Frischluftschleuse - obwohl das mit der "Frischluft" auch so eine Sache ist... Die "Schleuse" besteht zudem aus zwei Fenstern, dem von meinem Zimmer und dem des Hauses. War nen guter Schock, als ich es zum ersten Mal aufgemacht hab und mich eine Wand angestrahlt hat!
Dafür entschädigt der Panoramablick vom Dach aus und das Bildmaterial zum Vergleich folgt auch in naher Zukunft!
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Samstag, 21. Juli 2007

Mein erster Arbeitstag / Das Gepäckdisaster

Nachdem ich also nun wohlbehalten angekommen war und es daran ging mich auf meinen ersten Arbeitstag vorzubereiten, stellte sich erst das wahre Ausmaß meines Gepäckdisasters heraus. Da stand ich also nun in meinen Reiseklamotten (kurze Hose, T-Shirt), verschwitzt und klebrig und wartete auf spontane Selbstreinigung, die wider Erwaten nicht eintrat. Um nun vor den Anderen nicht wie der letzte Lump dazustehen, missbrauchte ich kurzerhand meine Flugzeugdecke als Duschhandtuch und stopfte mir 3 Kaugummis in den Mund. Danach fühlte ich mich natürlich vieeel besser…
Kurz darauf wurde ich dann auch von KyuMin, der Assistentin meines Chefs, von meinem „Hotel“ abgeholt, da man mir – berechtigterweise – den Weg zur Arbeit allein nicht zumutete.
Dort angekommen, wurde ich allen vorgestellt und mein Chef begrüßte mich nur mit den Worten „sportlich, sportlich!“. Hab ich schon erwähnt, dass er Deutscher ist? Falls nicht, dann hab ich dies hiermit. Nach kurzer verbaler Einführung in mein zukünftiges Arbeitsthema (einen Marketingplan für ein neues Krebsprodukt erstellen), lud er mich und die ganze Abteilung dann zur Feier des Tages stilecht zum Italiener ein! In der geselligen Runde, wir waren 10 Leute, erfuhr ich dann, dass sich bereits 4 Koreanerinnen aus anderen Abteilungen angeboten hätten, mir koreanisch beizubringen. Ich komme bei Gelegenheit darauf zurück:D
Der Rest des Nachmittags verlief dann relativ unspektakulär. Ich klapperte ungefähr 10 Geldautomaten ab, die alle kein Geld ausspuckten und musste notgedrungen mein Startkapital von KyuMin leihen. Wie ich später erfuhr, kann ich mit meiner Karte nur an internationalen Automaten Moneten ziehen, allerdings klappte dies auch nicht bei einer Bank, die einen solchen ihr Eigen nannte. Zur Begründung sagte ein Bankangestellter nur, dass man damit auch nicht wirklich Erfahrung habe und ich der erste sei, der danach fragt :D. Nun gut.
Zurück in meiner Bude, fiel ich hitzetot ins Bett und wurde zwar unsanft vom Airport-Gepäckboten geweckt, aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schön es sein kann, von einem Rucksack voll frischer Sachen, Duschbad und Handtuch geweckt zu werden!!!
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Freitag, 20. Juli 2007

Angekommen!

Sooo, liebe Leute, mit etwas Verspätung bin ich nun auch auf meinem Blog angekommen!!
Nachdem Felix, mein selten Uni habender (bzw. selten zu selbiger gehender:) Mitbewohner, mich zum Flughafen gebracht hatte (vielen Dank nochmal an dieser Stelle), stand meinem Asien-Abenteuer außer einem kurzen und einem langen Flug und der Gepäckwaage nichts mehr im Wege. Nachdem auf letzterer dann 19,9 von 20 erlaubten Kilogramm aufblinkten, war es besiegelt: KOREA, ICH KOMME!
In Amsterdam angekommen, wurden meine Pläne, den 5-stündigen Aufenthalt sinnvoll für einen Trip zu einem der berühmten Cafés in der Innenstadt zu nutzen und einen leckeren Cappuccino zu trinken, relativ bald von den Überdimensionen des Flughafens vernichtet. Allein für den Weg zu meinem Transferterminal veranschlagt die Anzeigetafel sage und schreibe rund 30 Minuten! Also habe ich mich entschlossen, meine letzten Euros duty free zu investieren und mich an den Sprachergüssen der Holländer zu erfreuen
Auf dem 10h-Flug nach Seoul konnte ich dann auch endlich anfangen mein durch vielleicht zu entspanntes Packen verursachtes Schlafdefizit abzubauen. Jedoch wurde ich immer wieder durch die vorbeigeschobenen Futterwägelchen geweckt, so dass sich eine Art Schlafen-Essen-Schlafen-Rhythmus einstellte. Als kulinarischer Höhepunkt wurde eine koreanische 5-Minuten-Terrine serviert, bei der es aufgrund fehlenden Geschmacks bei niemandem zu Geschmacksverirrungen kommen konnte (aber es gab auch richtiges Essen).
Angekommen in Incheon, entdeckte ich meinen Namen auf einer auf dem Gepäckband kreisenden Tafel. Nach genauerer Analyse musste ich feststellen, dass das Flughafenpersonal in Amsterdam vergessen hatte, meinen Rucksack zu verladen, obwohl sie dazu 5h Zeit hatten! Verdammte Kiffer...
Wenigstens hat Mr. Seo, der Fahrer meines Chefs, nicht vergessen mich abzuholen. Beim Verlassen des Flughafens hat man sich sofort heimisch gefühlt – sofern man das Tropenhaus im Tierpark seine Heimat nennt.


Von Mr. Seo wurde ich dann zu meiner neuen Unterkunft gebracht und was soll ich sagen – das bereits als klein angekündigte Zimmer entpuppte sich als winzig! Aber dazu später mehr.

Kurzum, ich bin gut und heil in Korea angekommen!
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Dienstag, 17. Juli 2007

Und Abflug...

Jetzt gehts los! Weiterlesen...