KTV Cribs // Meine Hütte *Updated*
Hey, hey, hey Leute! May I introduce to you...meine Hütte:
• 78-Kanal-Kabelfernsehen *BAM*
• Breitband-Internet *BOUF*
• Regelbare Klimaanlage *BANG*
• Persönlicher BierKühlschrank *BOOM*
• Duschklo (wer wollte das nicht schon immer mal ausprobieren:D)
• und last but not least: ein Fenster!! *WOW* (für "Mein Fenster" hier klicken)
Und das beste daran: alles vereint auf gemütlichen 6 (in Worten: sechs) Quadratmetern!!
Nicht, dass ich klein nicht gewohnt wäre, habe ja immerhin 19 Jahre lang bei meinen Eltern auf 9m² für diesen Moment trainiert...
Der hochkomprimierte Luxus hat natürlich seinen Preis – wir sprechen da von Monatsmietpreisen jenseits der 80$.....pro Quadratmeter (zum Glück bin ich auf Dienstreise)! Und das in einem Bezirk, den mein Chef liebevoll als das “Brooklyn von Seoul” bezeichnet. Kann ich zwar nicht beurteilen, da es mich nach New York noch nicht verschlagen hat, aber eigentlich find ich die Gegend ziemlich entspannt hier. Am Rande sei noch erwähnt, dass es eine der günstigsten Unterkünfte im Umkreis ist.Die “Wohnung” selbst befindet sich in einer Art Wohnheim, das sich über 2 Etagen eines Hauses, nennen wir es mal Geschäftsgebäude, erstreckt und in der Nähe der Seoul National University sein muss. Zumindest heißt meine Metrostation so, gefunden hab ich die Uni nämlich noch nicht. Liegt vielleicht daran, dass ich noch nicht nach gesucht habe... Aber zurück zum Thema.
Die meisten, die hier absteigen oder besser, sich einnisten, sind Absolventen eben jener Universität. Sie bereiten sich auf das staatliche Juraexamen vor, welches absolviert werden will um eine der heißbegehrten Anwaltszulassungen zu ergattern, die wohl das Ticket in eine rosige Zukunft darstellt. Oder so ähnlich.
Auf jeden Fall haben sie zugunsten der geistigen Energiebündelung auf das Auswendiglernen ihre sozialen Kompetenzen soweit heruntergefahren, dass eine Konversation über ein gequältes „Hi“ kaum hinausgeht. Hinzu kommt, dass es sich – den Englischkenntnissen nach zu urteilen – scheinbar ausschließlich um angehende Lokalanwälte handelt.
Dafür ist der Manager, wie er sich nennt, ganz lustig! Ebenfalls Student, schmeißt er den Laden hier als Nebenjob. Gestern, nachdem er mich zum Essen in die Gemeinschaftsküche eingeladen hatte, wollte ich mir von ihm erklären lassen, wie das hier mit den Handys funktioniert (wie einige vielleicht an ausbleibenden Antworten gemerkt haben, verweigert meins den Dienst). Aufgrund seines sehr dürftigen Englisch, haben wir, bei lecker koreanischem Futter, wild gestikulierend und mit Nachrüstung von Zettel und Stift bestimmt gut eine Stunde verbracht, bis er sich mir verständlich gemacht und ich gepeilt hatte, wie es läuft. Eine Erfahrung der besonderen Art! :)
Das Gute an der ganzen Sache ist, dass der Mietvertrag vorerst auf einen Monat begrenzt ist, d.h. ich mir bis Ablauf eine andere (sozialere) Unterkunft suchen kann oder mich der Faulheit ergeben und in meinem Kabuff bleiben – wir werden sehen:D
Und nun was auf die Augen:Mein begehbarer Kleiderschrank
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Mein Fenster
Dies also ist nun der Blick aus meinem Fenster. Romantisch, was! Dabei hat es den Namen "Fenster" eigentlich gar nicht verdient. Es ist vielmehr eine Frischluftschleuse - obwohl das mit der "Frischluft" auch so eine Sache ist... Die "Schleuse" besteht zudem aus zwei Fenstern, dem von meinem Zimmer und dem des Hauses. War nen guter Schock, als ich es zum ersten Mal aufgemacht hab und mich eine Wand angestrahlt hat!
Dafür entschädigt der Panoramablick vom Dach aus und das Bildmaterial zum Vergleich folgt auch in naher Zukunft!
